Unsere Geschichten zu integrieren, bringt uns in Kontakt mit unserer Stärke und unserer Menschlichkeit.
COME FULL CIRCLE basiert auf meiner Überzeugung, dass die Integration von Geschichten - als verdichtete Form von Erfahrungen - eine zentrale Rolle für die Entwicklung von Menschen und den Systemen spielt, in denen sie sich bewegen.
Geschichten erfüllen eine existenzielle Funktion: Sie tragen wertvolle Weisheit in sich und bilden das Fundament persönlicher und kollektiver Identität. Sie wirken als Träger von Wissen, als Impulsgeber für Wachstum und als Quelle von Mut – für Einzelpersonen ebenso wie für Organisationen.
Indem wir individuelle und gemeinsame Erfahrungen erzählbar machen, können sie eingeordnet, integriert und als Ressource genutzt werden. Dies gilt für den privaten wie den beruflichen Kontext, denn: ein kraftvolles Narrativ bildet aus meiner Sicht die Basis für innere Stabilität, Handlungskraft und nachhaltige Entwicklung in Übergangsphasen.
Transformation ist, ebenso wie eine Geschichte, ein zirkulärer Prozess: Sie lädt uns ein zuzuhören, das bislang Unberücksichtigte zu integrieren und neu zu beginnen – jedes Mal wieder gestärkter.
Was bringt mich hierher?
Kurz gesagt: ein Leben abseits klassischer Pfade. Über viele Jahre hinweg begleitete mich die Frage, wo meine individuelle Geschichte ihren Platz hat – beruflich wie persönlich. Mein Weg war geprägt von unerwarteten Wendepunkten, bewussten wie impulsiven Entscheidungen und tiefgreifenderen Veränderungsprozessen jenseits eines linearen Lebensentwurfs.
Diese Erfahrungen haben mich gelehrt, Unsicherheit zu navigieren und Übergänge nicht nur als Bruch, sondern als Möglichkeit für Wachstum, Klarheit und menschliche Verbundenheit zu begreifen.
Mit der Integration meiner eigenen Geschichte wuchs zugleich meine Fähigkeit, Räume für andere zu halten – insbesondere für Menschen und Perspektiven, die außerhalb gesellschaftlicher Normen liegen oder sich in Phasen tiefgreifender Veränderung befinden.
COME FULL CIRCLE ist aus der Erkenntnis entstanden, dass nachhaltige Transformation dort beginnt, wo sichere Räume geschaffen werden – Räume, in denen Erfahrungen gewürdigt, integriert und in eine neue flexible Handlungskraft übersetzt werden können.
Was mich inspiriert
Die Held*innenreise & narrative Methoden
Die Held*innenreise ist ein universelles Erzählmuster, das sich in Mythen, Filmen und Geschichten über Kulturen hinweg wiederfindet, entwickelt vom Mythenforscher Joseph Campbell. Es beschreibt den Weg eines Menschen, der die vertraute Welt verlässt, Prüfungen und Herausforderungen begegnet und verwandelt zurückkehrt – mit vertiefter Erkenntnis, Reife und neuer Handlungsfähigkeit.
Mich faszinieren die archetypischen & narrativen Elemente dieses Modells, weil sie uns unmittelbar mit der menschlichen Erfahrung von Wandel und Transformation verbinden. Universelle Prinzipien und archetypische Narrative sprechen Menschen auf einer tiefen, intuitiven Ebene an. Gerade deshalb nutze ich sie gerne in meiner Arbeit – sei es in visionären Prozessen, im Storytelling, in der persönlichen Entwicklung, in Team- und Organisationsentwicklung oder in kollaborativen Workshop-Formaten.
Psychologische Sicherheit
In den 1990er-Jahren entdeckte die Organisationsforscherin Amy C. Edmondson eher zufällig einen entscheidenden Wirkfaktor erfolgreicher Teams: psychologische Sicherheit. Sie beschreibt die geteilte Überzeugung innerhalb eines Teams, dass zwischenmenschliche Risiken – etwa Fragen zu stellen, Fehler einzugestehen oder bestehende Annahmen zu hinterfragen – nicht zu Bestrafung, Bloßstellung oder Ausgrenzung führen.
Im bekannten Project Aristotle von Google zeigte sich psychologische Sicherheit als mit Abstand wichtigster Faktor, der leistungsstarke Teams von weniger erfolgreichen unterscheidet.
Mir ist es ein Anliegen, dieses Prinzip in Workshops und Begleitprozessen praktisch erlebbar zu machen und als zentrale Kompetenz – insbesondere für Change betroffene Menschen – zu entwickeln. Denn dort, wo psychologische Sicherheit gegeben ist, wird das Innovations- und Gestaltungspotenzial von uns Menschen freigesetzt und nachhaltiger Veränderung möglich.
Co-Kreation
Co-Kreation ist für mich ein zentrales Wirkprinzip gelingender Veränderungsprozesse. Dort, wo Menschen Veränderung nicht nur „umsetzen“, sondern aktiv mitgestalten können, entsteht tragfähige Entwicklung.
Gerade in Phasen von Unsicherheit, Neuorientierung oder strukturellem Wandel entscheidet die Qualität der Zusammenarbeit oder der Ressourcen darüber, ob Veränderung nachhaltig wirksam wird. Co-kreative Prozesse und kraftvolle Beziehungen ermöglichen es uns, unterschiedliche Perspektiven, Spannungen und Erfahrungen produktiv zu nutzen und tragfähige Lösungen zu entwickeln – auch unter Druck.
In meiner Arbeit unterstütze ich Einzelpersonen und Teams dabei, Veränderung als gemeinsamen Gestaltungsraum zu begreifen. Mit klaren Prozessen/Formaten, präsent verbundener Begleitung und einem sicheren Rahmen entsteht Orientierung, Verantwortungsübernahme und die Fähigkeit, auch in offenen Prozessen handlungsfähig zu bleiben.
Was hat mich geprägt und geschult?
In meine Arbeit fließen vielfältige Erfahrungen ein – nicht als reine Theorie, sondern als gelebtes und integriertes Wissen darüber, was es bedeutet, Übergänge zu gestalten und Veränderung gemeinsam zu tragen.
Oft erschließt sich der Sinn unserer Erfahrungen erst rückblickend: Wenn wir erkennen, wie sie uns geformt haben und ihnen im Heute Wert und Bedeutung verleihen können. Während ich meinen Weg aufschreibe und hier teile, erfüllt es mich mit großer Dankbarkeit zu sehen, wie diese integrierten Erfahrungen heute meine Arbeit nähren und vertiefen.
Mein beruflicher Weg führte mich aus der schnelllebigen, kreativen Welt von Marketing und Kommunikation hinein in die Komplexität organisationaler Entwicklungsprozesse. Ich habe in sehr unterschiedlichen Kontexten gearbeitet – von kreativen Start-ups und Agenturen wie Scholz & Friends in Hamburg, wo ich mich auf Social Media und Community Marketing spezialisierte, bis hin zur Konzernwelt bei der Otto GmbH & Co. KG. Dort war ich zunächst im Marketing und Vertrieb tätig, bevor die bis heute andauernde Reise als Quereinstieg in die Transformationsbegleitung begann.
Ein prägendes Kapitel war meine dreijährige Ausbildung am CoreDynamik Institut, an dem ich als dvct-zertifizierte CoreDynamik Professional Coach, Trainerin und Therapeutin ausgebildet wurde.
Die lange und intensive Ausbildungszeit mit viel Raum für Selbsterfahrung ermöglichte mir ein tiefes Verständnis meines eigenen Weges und meiner inneren “Architektur”. Wenn ich heute zurückblicke verstehe ich, dass das authentische und professionelle Begleiten anderer Menschen sehr viel mit Selbstführung zu tun hat und dort beginnt. Im Unterschied zu spezifischen Methodenschulungen ist die CoreDynamik außerdem ein integrativer Ansatz, der mich Ansätze aus den verschiedenen Schulen der humanistischen Psychologie lehrte, eine systemische Perspektive und das Bewusstsein für verschiedene Erfahrungsdimensionen in der Begleitung, um meinem Gegenüber individuell den Zugang anbieten kann, der gerade stimmig ist.
CoreDynamik – Fundament meiner ganzheitlichen Arbeit.
Systemischer Ansatz für nachhaltige Entwicklung.
Um meine Arbeit in der Organisationsbegleitung weiter zu fundieren, absolvierte ich zusätzlich eine Zertifizierung als Systemische Organisationsentwicklerin am Syteemischen Zentrum in Hamburg. Der systemische Ansatz geht unter anderem davon aus, dass jede Organisation ein einzigartiges Gefüge komplexer Wechselwirkungen ist – und daher ein individuelles Verständnis und maßgeschneiderte Entwicklungsprozesse benötigt, um nachhaltig wirksam zu sein.
Im Zentrum dieser Ausbildung stand die Fähigkeit, flexibel, differenziert und reflektiert auf zunehmende Komplexität, Unsicherheit und Veränderungsdruck zu reagieren – Kompetenzen, die heute in Führung, Beratung und Begleitung essenziell sind.
Für mich ist der systemische Blick ein Schlüssel zu gelingender Transformation: Er erweitert den Raum für Perspektiven, macht Zusammenhänge sichtbar und ermöglicht Entwicklung, ohne vorschnelle Lösungen überzustülpen.
Was ich in meiner Arbeit versprechen kann: Ich begegne Menschen und Organisationen nicht mit Schablonen. Ich begegne ihnen mit Wertschätzung für ihre Einzigartigkeit, für die Geschichten, die jedes System erzählt – und mit der Bereitschaft, diese achtsam, würdevoll und bewusst in Entwicklungsprozesse zu integrieren.
Gelebte Übergänge & Transformations-kompetenz aus Erfahrung.
Ein wesentlicher Teil meiner Fähigkeit, Veränderungsprozesse sicher zu begleiten, ist aus eigener gelebter Erfahrung entstanden. Übergänge waren in meinem Leben nicht Ausnahme, sondern wiederkehrende Realität – verbunden mit Brüchen, Neuorientierungen und der Notwendigkeit, vertraute Sicherheiten loszulassen, ohne zu wissen, was danach entsteht.
Verlust, Identitätsverschiebungen und Phasen des Dazwischen haben mich gelehrt, Unsicherheit nicht vorschnell auflösen zu wollen, sondern sie auszuhalten, zu befragen und produktiv zu nutzen.
Ein großer Teil meines Verständnisses für Wandel, Limitierungen und eigene blinde Flecken ist aus gelebter Erfahrung entstanden: durch interkulturelle Beziehungen, durch das Aufwachsen meiner Tochter mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln oder das gesellschaftliche “Randkonstrukt” einer Ein-Eltern-Familie.
Meine verschiedenen Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wenige sichere Räume es für ehrlichen Dialog, für Ambivalenz und für das Nicht-Wissen gibt – und wie essenziell sie für persönliche wie kollektive Entwicklung sind. Individuelle Veränderungsgeschichten brauchen Räume, in denen sie erzählt und gehalten werden können, denn erst durch das Zuhören werden sie Teil unseres Bewusstseins – und können Wandel ermöglichen.
COME FULL CIRCLE bezieht sich auf das “ganz werden” in Veränderungsprozessen. Darauf, Erfahrungen wirklich nachhaltig zu integrieren. Ich möchte dazu beitragen, Räume des Verstehens zu erweitern – in persönlichen Begegnungen ebenso wie in professionellen Kontexten.
Auch Humor darf sein.
Und nicht zuletzt:
Transformationsarbeit und das Gestalten sicherer Räume erfordern ohne Zweifel Bewusstheit, Präsenz und Verantwortung. Was ich jedoch immer wieder als Katalysator für Veränderung erlebe, ist eine gute Portion Humor.
Leichtigkeit schafft Verbindung, sie weitet in schweren Zeiten den Raum – und das macht Wandel überhaupt erst beweglich. Deswegen binde ich in meine Begleitung immer wieder das gemeinsame Lachen und Spielerisches ein. Vielleicht, passiert es mir aber auch einfach, weil ich gar nicht anders kann ;)